Projekte
 Sakralbauten 
St. Michael in Hassleben / Thüringen
St. Ursula in Wiehe / Thüringen
St. Peter und Paul in Donndorf/ Thüringen
St. Bartholomäus in Wiehe / Thüringen
St. Johannes in Nausitz / Thüringen
St. Nicolaus Kloster in Zella / Thüringen
Ev. Pfarrkirche in Worbis / Thüringen
St. Trinitatis in Keula / Thüringen
St. Ursula in Wiehe / Thüringen
St. Marien in Oppershausen / Thüringen
Kirche Apostel Simon und Judas in
Neustadt / Thüringen
Antoniusspital in Mühlhausen / Thüringen
St. Johannis in Urbach / Thüringen
St. Georg in Wallrode / Thüringen
St. Martini in Reiser / Thüringen
St. Trinitatis in Altengottern / Thüringen
St. Vitus in Ammern / Thüringen
St. Pancratius in Horsmar / Thüringen
St. Nicolai in Mühlhausen / Thüringen
Stülerkirche in Gehofen / Thüringen
St. Jakobi in Zaunröden / Thüringen
St. Marien in Sollstedt / Thüringen
St. Peter & Paul in Mühlhausen / Thüringen
St. Anna in Haynrode / Thüringen
  St. Michael in Hassleben / Thüringen  
     

Projekt      

Sanierung der Kirche St. Michael/ Hassleben, Thüringen
 
     
 

 
 
 
Bauherr       Ev. Kirchengemeinde Hassleben
 
 
Bauzeit       seit 2003
 
 
Bestand       Die Pfarrkirche St. Michael in Haßleben wird aufgrund einer Inschrift in der Südseite der Kirche 1593 nach der Fertigstellung durch Valten Vischer, Hans Riese und Hieronymus Hochheim erstmals erwähnt.
Das kreuzgratüberwölbte Turmerdgeschoß deutet allerdings auf einen mittelalterlichen Vorgängerbau hin.
Im 18. Jh. erfolgte die barocke Umgestaltung insbesondere des Kirchenschiffs, in dieser Zeit dürfte der Turm auch seine barocke Haube erhalten haben. Der Umbau hinterließ augenscheinlich im Innenraum seine Spuren. Die bis zum heutigen Tage erhaltene Ausstattung kann dem Ende des 18. Jh. zugeordnet werden und geht im wesentlichen auf Herzog Carl August von Sachsen Weimar zurück (Initialen in der Herrschaftsloge an der Nordseite).
 
 
Problem       Kirchenschiff
  • im Innenraum deutlich sichtbares Abkippen der Außenwände nach außen (ca. 15 - 20 cm)

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  • infolgedessen Rißbildungen in allen quer zum Schiff verlaufenden Bauteilen (in den Scheiteln der Ostfenster, im westlichen
  • Turmanschluß - aber auch in den Scheiteln einiger Langschiffenster)

  • Vollständiges Versagen der Holzverbindungen im Bereich der Anbindung Emporenstützen an die Auflager der Dachkonstruktion auf der Mauerkrone (herausgebrochene Holznägel aus den Zapfenverbindungen)

  • Völlig zerstörte Mauerschwellen der Dachkonstruktion im südwestlichen Anschlußbereich an den Turm

  • Dacheindeckung mittels Biberschwänzen auf der Nordseite bereits erneuert (ohne barocke Dachgaupen), auf der Südseite alte, defekte Dacheindeckung aus Doppelmuldenziegeln

Turm - Außen

  • Nicht gesicherte Wasserableitung an der Außenhülle durch teilweise völlig desolate Gesimse
     
  • Über die gesamte Außenfläche verteilte Risse im Mauerwerk - teilweise in den Turmachsen durchlaufend von der Traufe bis zum Sockel aber auch Abrisse der Eckquader, Rissbreiten bis 4 cm!


  • Ästhetisch unbefriedigende Turmhelmausbildung (in den 80er Jahren Notumbau der barocken Haube zum Spitzhelm), Eindeckung mit Faserzementplatten

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Ausführung       Im Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen von Kirchgemeinde und Kirchbauverein konnte 2003 der erste Bauabschnitt begonnen und 2004 abgeschlossen werden: die Fortsetzung der Dacheindeckung mit Bibern, die Errichtung von Gaupen nach historischem Vorbild und historischen Fotos sowie die Sicherung der Dachkonstruktion des Kirchenschiffs mittels Zuganker.

In den Jahren 2008 und 2009 erfolgte die aufwendige statische Instandsetzung des Turmes (Einbau von Ankern und Nadeln im Injektionsstrumpfverfahren) sowie die Restaurierung der Wandoberflächen. Ein besonderer Schwerpunkt war die Rekonstruktion der barocken Haube unter Verwendung noch vorhandener Bauteile nach alten Fotoaufnahmen.
Die Arbeiten konnten im Sommer 2009 innerhalb des veranschlagten Kostenrahmens abgeschlossen werden.
 

    

Zustand vor Beginn der Bauarbeiten